Kristalle /Punktat

Punktat
Version: 2, gültig ab: 08.07.2025
Berechneter Parameter Nein
Versandparameter nein
Abarbeitung
Montag - Freitag
Indikation

Eine Gelenkpunktion zur Kristallanalyse ist indiziert bei akuten, entzündlichen Gelenkschmerzen, insbesondere wenn der Verdacht auf Gicht oder Pseudogicht besteht bzw. um eine septische Arthritis auszuschließen.

Akute Gelenkschmerzen und Entzündungszeichen: Bei Patienten, die plötzlich auftretende, meist einseitige Gelenkschmerzen, Schwellungen, Rötungen und Erwärmung eines Gelenks (häufig das Knie oder der Großzeh) präsentieren, ist der Verdacht auf eine kristallinduzierte Arthritis (z. B. Gicht oder Pseudogicht) gegeben.

Differenzialdiagnostik: Die Analyse des Gelenkpunktats hilft, zwischen verschiedenen Formen der Arthritis zu unterscheiden:

  • Gicht (Arthritis urica): Verdacht bei typischer Podagra (Entzündung des Großzehs) oder anderen Gelenken.
  • Pseudogicht (Calcium-pyrophosphat-Arthropathie): Häufig betroffen ist das Kniegelenk.
  • Ausschluss einer septischen Arthritis: Eine Punktatuntersuchung dient auch dazu, infektiöse Ursachen auszuschließen, da die klinische Präsentation teilweise überlappen kann.
Klinische Information

Die Kristalle werden mittels polarisiertem Lichtmikroskopie untersucht, wodurch ihre Form und Birefringenzeigenschaften (positiv oder negativ) beurteilt werden können.

  • Der Nachweis von Mononatriumurat-Kristallen spricht für eine Gicht und wird durch deren charakteristische, nadelförmige Erscheinung bestätigt.
  • Calcium-pyrophosphat-Kristalle weisen auf eine Pseudogicht hin und zeigen meist eine rundliche Form.
  • Eine präzise Diagnostik ist wichtig, um die richtige Therapie einzuleiten und Komplikationen zu vermeiden.
Methode
Phasenkontrastmikroskopie
Primäres Proben­material
  • Punktat
Probenstabilität
bei 15-25°C 24 Stunden
Tarife
Privattarif 8.70 EUR
Kassenrefundierung ist möglich