Identifizierung irregulärer Blutgruppenantikörper

Version: 2, gültig ab: 08.07.2025
Berechneter Parameter Nein
Versandparameter nein
Abarbeitung
Montag - Freitag
Indikation

Prätransfusionsdiagnostik:

  • Identifikation irregulärer Antikörper, um kompatible Blutprodukte sicherzustellen.
  • Vermeidung von hämolytischen Transfusionsreaktionen.

Schwangerschaftsvorsorge:

  • Screening bei Schwangeren, um eine fetale/neonatale hämolytische Erkrankung (z. B. durch Rhesus-Inkompatibilität) frühzeitig zu erkennen.
  • Überwachung bei positiver Antikörperdifferenzierung.

Nach Transfusionen:

  • Untersuchung auf neu gebildete irreguläre Antikörper nach Transfusionen, insbesondere bei Patienten mit bereits bekannter Immunisierung.

Diagnostik bei hämolytischen Reaktionen:

  • Abklärung von Anämien oder hämolytischen Reaktionen unklarer Genese.
Klinische Information

Die Antikörper Differenzierung dient der Bestimmung der Spezifität eines irregulären Antikörpers, um im Falle einer notwendigen Bluttransfusion dem Patienten / der Patientin Erythrozyten-Konzentrate zu verabreichen, die das entsprechende Antigen nicht tragen. Bei Nichtbeachtung können hämolytische Transfusionsreaktionen oder einen Morbus haemolyticus neonatorum die Folge sein.

Methode
Säulen-Agglutinations-Technik
Primäres Proben­material
  • EDTA-Blut
weitere Probenmaterialien
  • Heparin-Blut
Probenstabilität
bei 2-8°C 7 Tage
Andere Interferenzen

Enthält das getestete Serum Antikörper gegen Konservierungsmittel, die im Suspensionsmedium enthalten sind, kann es zu falsch-positiven Reaktionen kommen. Bei Verwendung von Plasmaproben werden komplementabhängige Antikörper u.U. nicht nachgewiesen. Die optimalen Reaktionsbedingungen variieren bei den einzelnen Antikörperspezifitäten. Keine einzelne Testmethode kann alle Antikörper nachweisen.

Tarife
Privattarif 43.00 EUR
Kassenrefundierung ist möglich