Anti-Gewebstransglutaminase IgA-Antikörpern

Celikey IgA
Version: 2, gültig ab: 08.07.2025
Einheiten
EliA U/mL
Berechneter Parameter Nein
Versandparameter nein
Abarbeitung
Montag - Freitag
Indikation

Diagnostik von Zöliakie:

  • Abklärung bei klinischem Verdacht auf Zöliakie.
  • Typische Symptome: Durchfall, Blähungen, Gewichtsverlust, Eisenmangelanämie, Wachstumsstörungen bei Kindern.

Screening bei Risikogruppen:

  • Patienten mit familiärer Vorbelastung (z. B. Verwandte 1. Grades mit Zöliakie).
  • Patienten mit Autoimmunerkrankungen (z. B. Typ-1-Diabetes, Autoimmunthyreoiditis).

Verlaufs- und Therapieüberwachung:

  • Kontrolle der Antikörpertiter unter glutenfreier Diät zur Beurteilung der Compliance und des Therapieerfolgs.

Differentialdiagnose bei unklarer Symptomatik:

  • Abklärung unspezifischer gastrointestinaler Beschwerden oder extraintestinaler Manifestationen (z. B. Dermatitis herpetiformis, neurologische Symptome).
Klinische Information

Anti-Gewebstransglutaminase-IgA-Antikörper sind spezifische Autoantikörper gegen das Enzym Gewebstransglutaminase, das eine zentrale Rolle bei der Pathogenese der Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) spielt. Der Nachweis dieser Antikörper ist ein entscheidender Schritt in der Diagnostik dieser chronischen Autoimmunerkrankung. Zöliakie:

  • Bei genetischer Prädisposition (HLA-DQ2/DQ8) führt der Kontakt mit Gluten zu einer Immunreaktion, bei der tTG-IgA-Antikörper gebildet werden.
  • Die Folge ist eine entzündliche Schädigung der Dünndarmschleimhaut (Zottenatrophie).

Bedeuting eines positiven Befundes (Erhöhte tTG-IgA-Antikörper):

  • Hochspezifisch für Zöliakie (Sensitivität und Spezifität jeweils >90 %).
  • Hinweis auf eine aktive Zöliakie oder Glutenexposition bei bereits diagnostizierter Zöliakie.

Klinische Relevanz:

  • Positive Ergebnisse sollten durch zusätzliche Tests wie eine Dünndarmbiopsie und/oder genetische Untersuchungen (HLA-DQ2/DQ8) bestätigt werden.
  • Bei symptomatischen Patienten oft ausreichend zur Diagnose ohne Biopsie (nach ESPGHAN-Kriterien bei Kindern).

Zusatztests bei Verdacht auf Zöliakie:

  • Gesamtes IgA im Serum: Zur Detektion eines IgA-Mangels, der bei etwa 2–3 % der Zöliakie-Patienten vorliegt.

  • Anti-Deamidiertes Gliadinpeptid (DGP)-Antikörper: Alternative bei IgA-Mangel oder zur Abklärung grenzwertiger Ergebnisse.

  • Dünndarmbiopsie: Goldstandard zur Bestätigung der Zöliakie-Diagnose, insbesondere bei unklarer Symptomatik oder inkonsistenten Antikörperbefunden.

  • HLA-DQ2/DQ8-Genotypisierung: Ausschluss einer genetischen Prädisposition (negativer HLA-DQ2/DQ8-Befund macht Zöliakie nahezu unmöglich).

Referenzbereich
Altersklasse weiblich männlich Einheiten
* 0,2 - 6,9 EliA U/mL
Methode
Fluoreszenzenzymimmunoassay (FEIA)
Präanalytik

Lipämische, hämolytische oder mikrobiell kontaminierte Proben können fehlerhafte Ergebnisse verursachen und sollten daher nicht verwendet werden.

Primäres Proben­material
  • Serum mit Trenngel
weitere Probenmaterialien
  • EDTA-Plasma
  • Zitrat-Plasma
Probenstabilität
bei 15-25°C 8 Stunden
bei 2-8°C 7 Tage
Probenstabilität Zusatzinformation

Der Gebrauch von Heparin-Plasma wird nicht empfohlen, da Heparin mit der Bestimmung von tTG-Antikörpern interferiert.

Tarife
Privattarif 34.90 EUR
Kassenrefundierung ist möglich