Haptoglobin
| Einheiten |
g/l
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| Berechneter Parameter | Nein | ||
| Versandparameter | nein | ||
| Abarbeitung |
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| Indikation |
Bei Verdacht auf Hämolyse z. B. bei genetischen Erkrankungen (z.B. Thalassämie, Sichelzellenanämie), Infektionen (z.B. Malaria), Autoimmunerkrankungen, Fehltransfusionen, Vergiftungen, künstlichen Herzklappen |
| Klinische Information |
Haptoglobin, ein Glykoprotein, bindet das bei Hämolyse freiwerdende Hämoglobin, sodass es nicht über die Niere ausgeschieden werden kann. Zudem ist es ein Akute-Phase-Protein, das bei Entzündungsprozessen ansteigt, wodurch eine hämolysebedingte Verringerung verschleiert werden kann. Erhöht bei:
Erniedrigt bei:
Bei grenzwertigen Erniedrigungen empfiehlt sich die gleichzeitige Bestimmung der Retikulozyten, des indirekten Bilirubins und des freien Hämoglobins. |
| Referenzbereich allgemein |
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| Methode |
UV-/VIS-Photometrie
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| Präanalytik |
Proben, die Präzipitate enthalten, müssen vor der Durchführung des Tests zentrifugiert werden. |
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| Primäres Probenmaterial |
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| weitere Probenmaterialien |
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| Probenstabilität |
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| Interferenzen durch Hämolyse |
wesentliche Interferenz (Hämoglobin ≤ 10 mg/dl)
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| Interferenzen durch Ikterus |
keine wesentliche Interferenz (Bilirubin ≤ 60 mg/dl)
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| Interferenzen durch Lipämie |
keine wesentliche Interferenz (Intralipid Index ≤ 200)
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| Andere Interferenzen |
Das Glick-Modell, das normalerweise zur Untersuchung der Hämoglobin- Interferenz herangezogen wird, ist im Fall von Haptoglobin nicht geeignet. Die Bindung des freien Hämoglobins gehört zur physiologischen Funktion von Haptoglobin. Bei der Glick-Untersuchung wird die Probe mit Hämolysat versetzt, woraufhin der Haptoglobin-Hämoglobin-Komplex gebildet wird. Dieser Komplex ist in vitro vorhanden und verursacht eine Erniedrigung der Haptoglobin-Werte um 10‑15 %. Für die Ergebnisse von Nativproben ist dieser Effekt jedoch irrelevant, da der Haptoglobin-Hämoglobin-Komplex in vivo rasch aus der Blutbahn eliminiert wird und im Blut praktisch nicht nachweisbar ist. |
| Kreuzreaktionen |
Rheumafaktoren bis 250 IU/mL verursachen keine Interferenz. Medikamente: In therapeutischen Konzentrationen wurde bei üblichen Medikamenten‑Panels keine Interferenz gefunden. In sehr seltenen Fällen kann eine Gammopathie, insbesondere vom Typ IgM (Waldenström-Makroglobulinämie), zu unzuverlässigen Ergebnissen führen. |
| Tarife |
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| Kassenrefundierung | ist möglich |
